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Eine Stadt aus Sand
| 08-06-2009 Ab dem 7. Juni wird Berlin wieder um eine Baustelle reicher. Es wird gebuddelt. Direkt am Hauptbahnhof entsteht die „City of Future“. Kein Grund zu stöhnen: Denn hier bauen Künstler die „Sandsation 2009“. Es wird – das soll der Name sagen – auf und aus Sand gebaut. ![]() © Fotos Sandsation GmbH Wir bauen eine Stadt: In Berlin entsteht die „City of Future“ aus reinem Sand Nur aus Sand und Wasser – mehr braucht es nicht – bauen dreißig der weltbesten Sandskulpturenbauer die „City of Future“; eine futuristische Stadt aus zwölf miteinander konkurrierenden Phantasiewelten. Mittelpunkt ist die Skulptur „Berlin im Jahre 2222“ die alle Künstler gemeinschaftlich erschaffen; mit acht Metern Höhe soll diese alle anderen Werke überragen. Darum geht es: Teams aus je zwei Künstlern ringen um die Weltmeisterschaft des United Sand Festivals (USF), genannt „World Double Championship“. Das Motto „City of Future“ sollen der Carver (Sandkünstler) umsetzen. Die auf einer Fläche von mehr als 5000 Quadratmetern bis zu sechs Meter hohen Sandkunstwerke sollen die Jury begeistern und natürlich wieder etwa 120.000 Besucher anlocken; in diesem Jahr findet das Festival in der Hauptstadt bereits zum siebten Mal statt. Den Sieger ermittelt eine prominent besetzte Jury; den Skulpturenliebling wählt das Publikum. Eine Wissenschaft für sich: Aus Sand gebaut aber wie aus Stein gemeißelt Die Auswahl des richtigen Sandes ist eine kleine Wissenschaft für sich. Profil der Körner, Farbe und Reinheit sind wichtige Faktoren. Feiner Meeressand eignet sich nicht, weil die Körner zu glatt sind. Carver brauchen kantigen Sand mit hohem Lehmanteil. Für das Berliner Festival wird tonnenweise Sand aus dem brandenburgischen Niederlehme angefahren. Der Sand wird in Holzverschalungen mit Hilfe von Baumaschinen extrem gepresst. Er lässt sich dann wie ein weicher Stein verarbeiten. Die Carver benutzen dazu alle möglichen Werkzeuge – vom Eisstiel bis zur Zahnbürste. So halten die Skulpturen sechs bis zwölf Wochen. ![]() © Fotos Sandsation GmbH Für die Kleinen: Im „Animal Park“ entstehen überlebensgroße Tiere aus Sand Streicheln kann man sie auch: Fünf bis zu dreieinhalb Metern hohe Tierskulpturen sind im zusätzlichen „Animal Park“ eine weitere Attraktion für die Kindern unter den Besuchern. Die Kids können hier auch gleich selbst die Schippe schwingen: der großen Spiel-Sandhügel lässt jeden Sandkasten daheim blass aussehen. Außerdem: An vielen Wochenenden ab dem 13. Juni geben die Sandkünstler ihr Wissen und das praktische Können in kostenfreien Carving-Workshops weiter. Zur Beach-Party am Berliner Hauptbahnhof: Diese Stadt ist ein Traum aus Sand Bis zum 30. August lädt die Stadt aus Sand zum Verweilen ein. Immer freitags und samstags erscheinen die Skulpturen abends in einem besonderen Licht. Bei Fackelschein und bunt farbig illuminiert wird das Festivalgelände zu einer verwunschenen Traumwelt. Dazu passt am besten der Cocktail im Liegestuhl an der Strandbar: nur eine der vielen Möglichkeit aus dem Rahmenprogramm der Sandsation 2009. Die Stadt von morgen gebaut fast für die Ewigkeit: Nur hageln sollte es nicht Schlechtes Wetter und Regen schadet den Werken nicht; einerseits profitieren die Sandfiguren von der Feuchtigkeit, andererseits wurden sie zusätzlich eingesprüht: so trotzen sie jeder Wetterlage und können mehrere Monate unbeschädigt überstehen. Wenn es denn nicht hagelt. Im Sommer? Nützliche HinweiseAuf Sand gebaut: www.sandsation.de Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag von 09.00 - 20.00 Uhr (außer bei Sonderveranstaltungen) Freitag und Samstag 09.00 - 23.00 Uhr (außer bei Sonderveranstaltungen Das ist die Hauptstadt: www.berlin.de |


