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Winterspaß vor dem höchsten Gipfel Deutschlands
| 26-01-2009 Alpinskifahrer und Snowboarder aufgepasst: Garmisch-Partenkirchen ist bis weit in den Frühling hinein das Gletscher-Skigebiet für Freunde klassischer Abfahrten. ![]() © Markt Garmisch-Partenkirchen Nachts wird planiert. Natürlich kein Asphalt, sondern Schnee. Die Pisten rund um Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze, alles in allem rund 40 Kilometer, müssen am nächsten Tag verkehrssicher sein. Was Tausende Alpinskifahrer tagsüber mit ihren Kufen wegschieben, wird bei Mondschein wieder an die vereisten Stellen am Hang „bugsiert“. So schnell funktioniert das nur durch den Einsatz spinnenartiger Pistenfahrzeuge. Garmisch-Partenkirchen liegt vor der mächtigen Zugspitze, dem höchstem Gipfel Deutschlands (2.962 Meter). Der perfekte Standort für die Austragung der FIS Alpine Ski-Weltmeisterschaften 2011. Für die Weltelite des weißen Sports legt sich „GaPa“ – so nennen Insider die 28.000 Einwohner zählende Gemeinde – mächtig ins Zeug. Vor allem Skifans profitieren von neuen Liftanlagen und dem Umbau der legendären Rennstrecke Kandahar. Mit den Beschneiungsanlagen an der Olympia- und der Kandahar-Piste machen Abfahrten bis ins Tal Spaß. Weltweites Ziel: Darum sollten Bayern jetzt auch Russisch lernen Tausende Touristen besuchen jährlich den weiten Talkessel, wo die aus Tirol kommende Loisach und die Partnach aus dem Wettersteingebirge zusammenfließen. Fast 1,2 Millionen Übernachtungen zählten die Touristiker im Jahr 2007. Der russische Milliardär Roman Abramowitsch ist nicht nur Eigentümer des englischen Fußballclubs Chelsea London, sondern angeblich auch der des „Leitenschlössls“, einer alten Jugendstilvilla mit einem herrlichen Blick auf das Werdenfelser Bergmassiv. ![]() © Markt Garmisch-Partenkirchen Snowboarder, Freestyler, Skicracks, Nachwuchsfahrer: Alle müssen runter! Zum Jahresstart treffen sich die weltbesten Skispringer auf der Olympia-Sprungschanze. Anschließend geht die Saison richtig los: Wer es gemütlich mag, genießt die sprichwörtliche bayrische Gastlichkeit, erkundigt entlang sonniger, verschneiter Wiesen das Loisachtal oder kutschiert mit dem Pferdeschlitten durch den Winterwald. Derweil krachen Abfahrtfreaks, Funcarver und auch „Ski-Zwergerl“ die Pisten runter – satte 118 Kilometer Abfahrten in allen Schwierigkeitsgraden! Profis wie Skicracks lieben Deutschlands anspruchvollste Weltcup-Abfahrtstrecke. Die „Kandahar“ startet vom Kreuzjoch-Gipfel. Gleichnamig mit der Stadt in Afghanistan, wurde der Name auch an anderen Skiorten Pseudonym für Abfahrt und Slalom. Wer nicht in Form ist, hat keine Chance: Wenige Sekunden nach dem Start in 1.700 Meter Höhe rasen Spitzenfahrer mit über 100 Stundenkilometern über eine Gesamtlänge von 3.960 Meter ins Tal hinab. Höhenunterschied: 940 Meter. Schnee garantiert das „Zugspitzplatt“, Deutschlands einziges Gletscherskigebiet. Hier läuft der Liftbetrieb in der Regel bis Anfang Mai. Es gilt: Jeder so, wie er kann. Die einen schwingen sanft über die ruhigen Abfahrten des Schneeferner-Kopfes oder carven auf rasanten Pisten bis ins Brunntal. Snowboarder wie Freestyler sind im „Terrain Park“ mit seinen unzähligen Sprüngen und Rails bestens versorgt. Der grandiose 360-Grad-Blick über die gesamten Alpengipfel ist allen Wintersportlern auf der Zugspitze gemein. ![]() © Markt Garmisch-Partenkirchen Vereint wandern Pistenprofis, Skihasen und Nachwuchsfahrer durch die Partnachklamm, einer 800 Meter langen Schlucht. Wenn sich in der kalten Jahreszeit das Sonnenlicht in den mächtigen, zu Eis erstarrten Wasserfällen bricht, strahlt Schlucht einen klirrenden Zauber aus. Im Sommer ist sie mit ihren Wasserfällen und Stromschnellen ebenfalls Ausgangspunkt vieler Wanderungen auf geschichtsträchtigen Pfaden. Einer führt zum Königshaus am Schachen, in dem einst Bayerns Märchenkönig Ludwig II residierte. Nachhaltiger Umgang mit der Natur: Die Stadt bleibt sich treu Bei einem Spaziergang durch Garmisch-Partenkirchen erschließen sich jahrhundertealte Traditionen. Der Ort hat seine Ursprünglichkeit bewahrt: So erzählen die Frühlingsstraße in Garmisch und die historische Ludwigstraße in Partenkirchen mit ihren „Lüftlmalereien“ auf den Hausfassaden allerlei über Bewohner, Region und Brauchtum – das versteht jeder auch ohne Reiseführer. Das Marketing der Stadt setzt unverkennbar auf Premium-Qualität. Nachhaltigkeit ist angesagt. Garmisch-Partenkirchen ist das Ziel für Outdoorfans, die ihre Urlaubsaktivitäten bewusst und mit einem ruhigen Gewissen genießen möchten. „Ein nachhaltiger Umgang mit der Natur ist vielen unserer Besucher wichtig“, fasst Tourismusdirektor Peter Nagel zusammen und Bürgermeister Thomas Schmid ergänzt: „Wir werden eine der beliebtesten europäischen Alpin-Destinationen.“ Praktische HinweiseAlles über den Ort auf www.garmisch-partenkirchen.de. Nicht weit entfernt residierte Bayerns König Ludwig II wie im Märchen: Nur vierzig Autominuten bis in die bayrische Landeshauptstadt: www.muenchen.de. Ganz in der Nähe finden 2010 wieder die berühmten Passionsspiele statt: |



