Magazin - 01/05/06

Tourismus und Gastronomie

Fußball-WM 2006: Tickets sind Glückssache

 
Ein Fußballfan hat's nicht immer leicht. Besonders wenn er es sich in den Kopf gesetzt hat, bei der Fußballweltmeisterschaft dabei zu sein, die vom 9.   Juni bis zum 9.   Juli in Deutschland ausgetragen wird. Das Problem: Wie kommt ein Fan, der heute, etwas über einen Monat vor dem offiziellen Anpfiff, noch keine Karte hat, an das begehrte Stück Papier?
 
 
Seit dem Beginn der ersten Verkaufsphase im Februar   2005 wurden 1,12   Millionen Tickets vergeben (gegenüber 6   Millionen registrierter Bestellungen am Ende der dritten Verkaufsphase im Januar   2006). Es gibt zwei Arten von Tickets: Einzeltickets, die nur für ein bestimmtes Spiel gültig sind (und von denen jeder Haushalt maximal vier bekommt) und die so genannten TST, die teamspezifischen Tickets, die zum Besuch einer gewählten Anzahl von Spielen einer bestimmten Mannschaft berechtigen. Je nach Motivation und (besonders) nach Geldbeutel kann ein Fan damit Optionen für Achtelfinale, Viertelfinale usw. vorbestellen und hoffen, dass das Schicksal ihm wohl gesonnen ist und er Glück bei der Verlosung hat .
 
 
Am 15. April dieses Jahres begann nun die 5.   Verkaufsphase. Der Codename lautet "Last Minute". Es handelt sich um eine Art Zielgerade, in der die letzten verfügbaren Tickets vergeben werden.
 
Ihre genaue Zahl ist nicht bekannt, denn sie hängt auch von der Zahl der Rückläufer ab, sowohl von Privatpersonen als auch von den Nationalverbänden der 32   teilnehmenden Länder. Von den insgesamt 3,2   Millionen ausgegebenen Tickets waren nur ein Drittel (etwa 1,3   Millionen) für den Direktverkauf bestimmt.
 
 
 
Die Möglichkeiten, noch heute eine Karte zu ergattern, sind entsprechend begrenzt: Am besten, man versucht sein Glück bei der großen Verlosung, die vom Organisationskomitee in Übereinstimmung mit der FIFA organisiert wird. Nachdem man sich auf der FIFA-Website eingewählt und identifiziert hat - es geht darum, zu beweisen, dass man kein registrierter Hooligan ist -, kann man die Art des Platzes wählen, die man erwerben möchte (zwischen 35 und 120   ¤ für Spiele der Vorrunde und zwischen 120 und 600   ¤ für das Endspiel). Dann bleibt einem nichts weiter übrig, als geduldig die Verlosung abzuwarten, deren Datum noch nicht bekannt gegeben wurde. Gehört man zu den glücklichen Gewinnern, wird man per E-Mail benachrichtigt und über die weiteren Schritte informiert.
 
Gar nicht so einfach also, sich seinen Platz im Stadion zu sichern. Die Konkurrenz ist hart, umso mehr, als zu den Last-Minute-Fans auch noch alle die dazukommen, die in den ersten Verkaufsrunden leer ausgegangen sind.
 
"Dies ist sicher das komplizierteste Verkaufssystem, das je eingerichtet wurde", gibt der für das Ticketing zuständige Horst R. Schmidt, Vizepräsident des Organisationskomitees der Fußball-WM-Endrunde 2006, zu. Doch "es ist gleichzeitig auch das gerechteste", fügt er zu dessen Rechtfertigung hinzu.
 
Für den Online-Ticketverkauf klicken Sie auf www.fifaworldcup.com
 
Fotografien: © DZT