| | | | | | Klicken, um die Größe zu verändern         | |  | |  | | Unterwegs Jaguar X-Type 2.0 D: ein echter Jag an der Normandieküste Von E .Boucher Während Jaguar für Europa Rekordverkaufszahlen meldet und Coventry nun mit einem Break einen weiteren Trumpf ausspielt, haben wir uns etwas näher mit dem neuen Verkaufsschlager der Marke beschäftigt: dem sehr umstrittenen X-Type Diesel. Auf zu einer kleinen Testfahrt entlang der normannischen Küste, von Cabourg nach Honfleur, um hinter das Geheimnis dieses Erfolgs zu kommen und den winterlichen Charme der Côte Fleurie neu zu entdecken! Rund 40 km auf der D513. Die Strecke selbst kann in 2 Stunden zurückgelegt werden, wir raten Ihnen jedoch, einen ganzen Tag einzuplanen um sich ein wenig Zeit für die einzelnen Etappen zu nehmen. Ideal ist ein ganzes Wochenende, mit ein paar Ausflügen ins Hinterland. © E. Boucher / ViaMichelin Nicht alle Jaguar sind grün und nicht jedes Meer ist blau. | Was macht es schon, wenn sich die britische Luxusmarke auf dem amerikanischen Markt noch etwas schwer tut, in Europa schreibt Jaguar derzeit Rekordzahlen: + 32,9 % im August in Großbritannien und + 42,65 % in Frankreich seit Beginn dieses Jahres. Noch nie sah man so viele Jaguar auf Europas Straßen, und schon gar nicht in Frankreich. Gewiss, es sind überwiegend X-Types, und noch dazu mit Dieselmotor, werden die Puristen der Marke beanstanden und vor Ärger in ihre Golfkappe beißen. Doch der Erfolg ist nicht zu leugnen, denn der X-Type 2.0 D stellt, um nur ein Beispiel zu nennen, an die 78 % der in Frankreich verkauften Jaguar dar. Das mag sich zum einen dadurch erklären, dass in Europa auf dem Segment der Luxuslimousinen Dieselwagen generell über 50 % des Verkaufs ausmachen. Doch auch die Tatsache, dass man heute zu einem höchst attraktiven Preis zum glücklichen Besitzer eines echten Jag werden kann, dürfte am Erfolg des Wagens nicht unbeteiligt sein. Tatsächlich erweist sich der erste Diesel der Jaguargeschichte als typischer Vertreter seines Geschlechts und seiner Vorfahren durchaus würdig. Daran ändert auch die Farbe nichts, schließlich ist das traditionelle englische Grün schon längst nicht mehr so gefragt und die Kunden ziehen, wie es scheint, Töne wie Dunkelblau, Grau oder Schwarz vor. Der von uns getestete Wagen war blaumetallic mit einem kleinen Stich ins Violette, aber ansonsten war seine Familienzugehörigkeit unverkennbar. Das Design erinnert an den XJ, nur nicht ganz so lang gezogen: die gleichen Rundungen auf der Motorhaube und um die Scheinwerfer, ein schöner verchromter Kühlergrill, auch wenn die Schnauze etwas massiver ist, Chrom auch auf den Leisten der Stoßfänger und als Einfassung der Seitenfenster ... Kurz gesagt eine klassische, zeitlose Silhouette, genau wie man es von einem echten Jaguar erwartet. Genug gestaunt; gehen wir nun zum praktischen Teil über! Ich öffne die Tür meines Jaguars, die sich mit einem gedämpften Geräusch wieder schließt, mache es mir auf dem Ledersitz bequem (der elektrisch in 8 Positionen verstellbar ist) und untersuche den Bordcomputer. Eigentlich schade, dass dieser nur optional angeboten wird, denn seine Ergonomie ist schon beeindruckend: Eein 7 Zoll Touchscreen ermöglicht, mit der Fingerspitze Klimaanlage, Audiosystem, Telefon, Navigationssystem und sogar einen Fernseher zu bedienen. Das Navigationssystem ist ausgesprochen intuitiv: Ich gebe „Cabourg“ ein und schon sind wir unterwegs. Einziges Manko: Man kann die Navigation nur im Stillstand programmieren, zweifellos aus Sicherheitsgründen, nur wurde dabei nicht an die mögliche Präsenz eines Beifahrers gedacht. © E. Boucher / ViaMichelin Der Park des Kasinos (Cabourg) | Schon sind wir in Cabourg, wo alle Straßen auf das Kasino und das Grand Hôtel zuzulaufen scheinen. Und das ist tatsächlich der Fall, denn dieser Badeort entstand praktisch aus dem Nichts, nach einem streng durchdachten Plan, in dessen Zentrum das Kasino steht, auf das die Straßen fächerförmig zulaufen. Vom Vorgarten des Kasinos aus gesehen wirkt das alles sehr elegant, um nicht zu sagen theatralisch: ein großes Amphitheater, gesäumt von luxuriösen Villen, die zwischen 1895 und 1905 erbaut wurden. Eine Kulisse, die perfekt zum Stil unseres Jaguars passt, weshalb wir beschließen, ihn hier zu parken. Der Rasen ist tiefgrün und der ganze Ort bildet, dank strenger städtebaulicher Vorgaben, noch heute ein harmonisches Ensemble. In einer ersten Bauphase zwischen 1856 und 1875 entstanden etwas 200 Häuser. Damals war der Beaux-Arts-Stil in Mode, sowie Neo-Louis XIII. Zwischen 1881 und 1899 wurden in einer zweiten Phase rund 400 Gebäude errichtet. Manche davon im Stil mittelalterlicher Schlösser oder flämischer Herrenhäuser, der Großteil jedoch zeugt von einer Rückbesinnung auf die lokale Architekturtradition. Typisch für diesen neo-normannischen Stil sind unter anderem die Fachwerkfassaden. Noch heute ist dieser Stil vorherrschend, trotz einiger Art-Deco-Versuche aus den 20er Jahren. Auffällig ist insbesondere die Liebe zum Detail - ein Prinzip, dass sich ohne weiteres auch auf Luxuslimousinen übertragen lässt und das auch beim X-Type deutlich erkennbar ist. Bei einem Gang durch die Stadt empfiehlt es sich also, besonders auf die Kombination der architektonischen Elemente, so unauffällig sie manchmal auch sein mögen, zu achten, denn sie sind es, die den ganz besonderen Charme dieser Sommerfrischen ausmachen: Keramikfriese, Vielfalt der eingesetzten Baustoffe (Backstein, Holz, Feuerstein ...), Mosaike, Dachluken, Skulpturen, Türmchen, spitze Dächer, kunstvoll gestaltete Dachfirste, Erkerfenster usw. Die berühmteste Persönlichkeit Cabourgs ist natürlich Marcel Proust, dessen Andenken man im Grand Hôtel pflegt, in dem der Schriftsteller zwischen 1907 und 1914 den Sommer verbrachte. Das luxuriöse, altmodische Gebäude wird alle Belle-Époque-Nostalgiker begeistern mit seiner Beaux-Arts-Fassade und einer Innenausstattung, die die Stile Louis XV, Louis XVI und Empire imitiert. Mit einem Exemplar der Suche nach der verlorenen Zeit in der Tasche kann man sich hier im Dandyismus üben und einen Tisch im imposanten Speisesaal wählen, dessen Fenster auf Strandpromenade und Meer hinausgehen: das berühmte „Aquarium" wie Proust es beschreibt. Wer möchte, kann auch sein Sparschwein schlachten und sich eine Nacht im „Souvenirs Marcel Proust" getauften Zimmer gönnen (eine Rekonstruktion nach dem Werk des Meisters) oder versuchen, den Preis etwas herunterzuhandeln, denn es scheint, als sei dies heute in Luxushotels eine gängige Praktik (wir haben es allerdings nicht geschafft). Erschwinglichere Unterhaltung findet man im Kasino, bei einem Tee oder einem Souper mit Blick auf die im Meer versinkende Sonne - postkartenreif aber deshalb nicht weniger schön! © E. Boucher / ViaMichelin Die Kirche Notre-Dame in Dives: Auf der Rückseite der Fassade befindet sich die Liste der 315 Waffenbrüder, die Wilhelm den Eroberer auf seinem England-Feldzug begleitet haben. | Der Himmel bedeckt sich. Zwar ist das Klima der Normandie keineswegs so regnerisch, wie oft gesagt wird, aber vor einem kleinen Schauer ist man nie sicher, auch wenn der Wetterbericht schönes Wetter versprochen hat. Wir setzen uns also wieder ins Auto, schließlich warten noch andere schöne Orte auf uns. Richtung Dives-sur-Mer, ein Ort, der durch die Mündung der Dives von Cabourg getrennt ist. Im Hafen, getauft „Port Guillaume", im Gedenken an Wilhelm (Guillaume), dem Eroberer, Herzog der Normandie, der im 11. Jh. von hier aus aufgebrochen sein soll, um England zu erobern, drängeln sich die Jachten. Das Becken ist heute von einer Marina im neo-normannischen Stil umgeben, eine gelungene Mischung aus Tradition und Modernität. Das Stadtzentrum ist von der typischen Badeort-Ästhetik weitgehend verschont geblieben und hat noch viel historischen Charme: Markthallen aus dem 14. und 15. Jh., ein hübsches Ensemble von Häusern aus dem 16. Jh., deren Mauern sich unter der Last der Jahrhunderte neigen (das Dorf Guillaume-le-Conquérant), und besonders eine erstaunlich elegante Kirche, in deren Architektur sich Romanik und Flamboyant-Gotik vereinen. Außerhalb der Saison sind die Straßen einigermaßen frei. Wir fahren weiter an der Küste entlang, durch die Orte Houlgate, Villers-sur-Mer, Blonville, Benerville. Ab und zu entfernt sich die Straße etwas von der Küste und führt durch grüne Wiesen und grasbewachsene Hügel hoch über dem Meer. Besonders schnell kann man hier nicht fahren, dafür kann man sich mehr der Landschaft widmen: eine einzigartige Komposition aus Küste und Weideland, aus Belle-Epoque-Badezauber und normannischer Rustikalität. In unserem X-Type fühlen wir uns übrigens ganz wie in einem englischen Salon mit Meerblick: komfortabel wie im XJ, nur etwas kleiner. Leder überall - an Sitzen, Lenkrad, Handbremse, Schalthebel, Türen -, in unterschiedlichen Tönen: Beige, Braun, Schwarz. Dazu Holzfurnier und viel Chrom, an Schalthebel, Türgriffen und Handbremse, aber auch als Zierelement am Lautsprecherrahmen und am Becherhalter. Ein dezentes Raffinement, das in keinem Widerspruch zur Hightech-Ästhetik des Bordcomputers steht. Wahrer Luxus ist immer diskret. So auch der Dieselmotor. Die englischen Ingenieure haben wahre Wunder vollbracht, um den ehemaligen Mondeo-Motor aufzupolieren: Solide Zylinderblockwände dämpfen die Lautstärke des Motors, die von der Noise Reduction Technology alle 0,3 Millisekunden geprüft und optimiert wird. Einziger Schwachpunkt: Der Platz auf den Rücksitzen ist etwas knapp bemessen.  | |  | | Wie wärs mit einem Break? © Jaguar | Nach dem Diesel setzte sich Jaguar über ein weiteres Tabu hinweg: Im Frühjahr brachte die Marke einen Break auf den Markt, den X-Type Estate. Das mag zunächst erstaunen, denn kinderreiche Familien und Hobbybastler sind nicht unbedingt die klassische Zielgruppe des britischen Herstellers. Bis auf den herrlichen Break Eventer, der von einem unabhängigen Tuner auf der Basis des XJS realisiert wurde, und der vermutlich vorrangig dem Transport von Golfclubs dient, hielt sich die Marke denn auch von dieser Art Fahrzeugarchitektur bisher fern. Nun schickte Jaguar eine neue Raubkatze ins Jagdrevier des Audi A4 Avant, 3er BMW Touring und Mercedes C-Klasse Break, die sich hier durchaus sehen lassen kann. Dabei beeindruckt der neue Break weniger durch sein Kofferraumvolumen (455 bis 1415 Liter), als durch seine Eleganz. Was die praktischen Aspekte betrifft, bietet der Wagen zwei verschiedene Arten, den Kofferraum zu öffnen (die gesamte Heckklappe oder nur das Heckfenster), Dachgalerie serienmäßig, zusätzliche Staufächer im Fahrzeugboden und eine Steckdose, an der man z.B. das Notebook aufladen kann. Außerdem ist der Innenraum ganz edel mit Teppich ausgelegt - putzen Sie also Ihr Mountainbike, bevor Sie es einladen! | |  | |  | © E. Boucher / ViaMichelin Das Schloss Beuzeval in Houlgate | Kurze Pause in Houlgate, einem der ältesten Badeorte der Küste (1851). Auch hier kann man ein paar schöne Beispiele typischer Badeortarchitektur des 19. Jh. bewundern, ein Stilgemisch aus Renaissance; Neogotik, englischer Gotik und neo-normannisch. Und der Sandstrand ist einfach herrlich, genau wie der von Villers-sur-Mer, auf dem wir gerne ein wenig spazieren gegangen wären, wenn uns dort nicht der Regen erwischt hätte. Während wir den Schauer vorbeiziehen lassen, probiere ich den Fernseher aus. Das Ergebnis ist wenig überzeugend: Man hört und erkennt so gut wie gar nichts. Vermutlich muss man erst die Sender einstellen oder sich einem größeren Ort nähern. Egal, also Regenmantel übergezogen und raus auf den Strand! Nach 7 km und noch ein paar sich schnell nach Osten verziehenden Wolken erreichen wir Deauville, wo gerade die Sonne scheint. Die Entstehung der Stadt lässt sich mit der Cabourgs vergleichen, in diesem Fall geht sie auf eine Initiative des Herzogs von Morny, einem Halbbruder Napoléon III., zurück. Villen mit viel altmodischem Charme, allerdings noch ein Stück prunkvoller als in Cabourg und mit einer deutlichen Vorliebe für den neo-normannischen Stil, der hier gleichsam zur Religion erhoben wurde. Sei es bei den luxuriösen Villen, beim Rathaus, Bahnhof, Markt und sogar bei einer Tankstelle, überall gibt das typisch normannische Fachwerk den Ton an. Ob echt oder nur Attrappe, es ist zum Symbol der Stadt geworden. Bei einem Gang durch die Straßen stößt man immer wieder auf Meisterwerke dieser Bauweise. © E. Boucher / ViaMichelin Das Hôtel Normandy | So gesehen ist das emblematischste Gebäude Deauvilles das Hôtel Normandy (1912), dessen Architektur sich an den mittelalterlichen Häusern des historischen Stadtkerns von Lisieux inspiriert, ebenso übrigens wie die Luxusboutiquen hinter dem Kasino. Die Zeugen dieser Epoche sind so zahlreich, dass der Versuch eines Inventars den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Beschränken wir uns also darauf, die Villa Strassburger zu nennen, den Prototyp des Milliardär-Bauernhofs (zu den Besitzern zählten die Rothschild sowie diverse andere amerikanische Millionäre), die uns gleichzeitig die enge Verbindung von Deauville mit dem Pferdesport vor Augen führt. Auf den zwei Pferderennbahnen der Stadt finden zahlreiche berühmte Rennen statt, aber auch der Coupe d'or der Polo-Weltmeisterschaft. Noch heute ist Deauville in der ganzen Welt bekannt für seine Jährlingsauktionen. Deauville, das ist natürlich auch ein herrlicher, 2 km langer Strand. Man darf sich nicht wundern, dass der Strand nicht, wie in den meisten Badeorten, direkt unterhalb der Häuser der Strandpromenade beginnt. Diese Besonderheit Deauvilles ist auf eine Naturkatastrophe im Jahr 1875 zurückzuführen. Damals führte eine Sturmflut zur Bildung einer Kieselschicht, die die Wasserlinie um 500 Meter zurückdrängte. Das Bild des Strands, auf dem im Sommer ein mondänes Treiben herrscht, prägen die lange Promenade aus exotischen Hölzern und die typischen Badekabinen. Zeit fürs Mittagessen. Ich suche im Navigationssystem des Jaguars nach einem Restaurants. Die Liste ist lang, enthält aber leider nur Adressen ohne jeden Kommentar. Schwierig, sich da zu entscheiden. Schließlich schaue ich doch in meinen guten alten Michelin®-Führer, in dem mir ein „Bib Gourmand" ins Auge fällt: Das Yearling, das netterweise auch im Navigationssystem aufgeführt ist. Wie der Name erahnen lässt, befindet es sich in der Nähe des Hippodroms. Auch die Inneneinrichtung ist eine Hymne auf das Pferd. Star der Karte ist allerdings der Hummer, in allen erdenklichen Formen. © E. Boucher / ViaMichelin Kleine Straße im normannischen Hinterland | Die beiden Orte grenzen aneinander; man braucht nur die Mündung der Touques zu überqueren und schon ist man in Trouville. Die Konkurrentin Deauvilles ist gleichzeitig auch ihre ältere Schwester, denn es scheint, als seien die ersten Künstler schon ab 1825 zur Sommerfrische hierher gekommen. Trouville ist weniger durchgestylt als Deauville und wirkt authentischer, fast, als sei Trouville das Original und Deauville das Imitat. Sicher liegt dies auch daran, dass die Stadt kein reiner Badeort ist, sondern gleichzeitig auch ein Fischereihafen. Ein einnehmender Kontrast: Trawler die vor dem Kasino in See stechen, sieht man nicht überall. Auch hier wieder ein schöner Strand, auch hier eine Holzplanken-Promenade gesäumt von hübschen normannischen Villen. Wir verlassen Trouville in Richtung Honfleur auf der D513. Nun beginnt der schönste Abschnitt unseres Küstentrips. Die Straße hebt und senkt sich mit der abwechslungsreichen Landschaft, führt durch Wiesen und Wälder, vorbei an herrlichen Anwesen und hundertjährigen Eichen. Dichte Hecken säumen die nicht sehr breite Straße und geben hier und da den Blick nach unten auf das Meer frei. Bei der Fahrt ins Tal nach Villerville hat man einen herrlichen Blick auf die Seinemündung und die am gegenüberliegenden Flussufer gelegene Stadt Le Havre mit ihren Raffinerieanlagen. Hinter einer Kurve taucht plötzlich wie aus einem anderen Zeitalter die malerische Kirche von Cricqueboeuf (12. Jh.) auf. © E. Boucher / ViaMichelin Der alte Hafen (Honfleur) | Die D513 ist recht schmal und stark befahren, ein umsichtiger Fahrstil ist also angemessen. Unser X-Type beweist jedoch ein hervorragendes Fahrverhalten, auch ohne den Vierradantrieb der Benzinversionen. Die Lenkung ist präzise und das Fahrwerk sehr steif, ganz in der sportlichen Tradition der Marke. Schon sind wir in Honfleur. Wenn man von den vielen Touristen einmal absieht, hat Honfleur etwas von einer Korsarenstadt, ein bisschen wie Saint-Malo. Wie die bretonische Hafenstadt war auch Honfleur Ausgangsort zahlreicher Kanadaexpeditionen, von denen eine zur Gründung Quebecs führte. Dass man hier nicht in einem weiteren typischen Badeort gelandet ist, merkt man schnell. Dazu genügt ein Blick auf die Kaimauern des Alten Hafens, die historischen Segelschiffe, die hohen, schmalen Häuser mit ihren Schieferdächern und die Kirche Sainte-Catherine, deren hölzerne Kircheschiffe wie umgedrehte Schiffsrümpfe anmuten ... Hier gibt es keinen Strand, nur das Meer, das zu neuen Abenteuern einzuladen scheint.  |