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UNTERWEGS
 

Eine neue Brücke über den Rhein

15/12/02
Von Erwan Callou

Am 10. Oktober 2002 wurde in Straßburg die neue Brücke Pont Pierre Pflimlin eingeweiht. Diese achte Rheinbrücke soll den Verkehr in den Ballungsräumen Straßburg und Kehl entlasten.




© Alle Rechte geschützt


Die neue Rheinbrücke Pont Pierre Pflimlin wurde am 10. Oktober im Beisein des französischen Verkehrsminister Gilles de Robien, des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel, des Präsidenten des Conseil Régional d'Alsace Adrien Zeller und Philippe Richert, Präsident des Conseil Général du Bas-Rhin, eingeweiht und für den Verkehr freigegeben. Die Brücke stellt die Verbindung zwischen der Fernverkehrsachse Lauterbourg/Straßburg-Saint-Louis/Basel auf französischer Seite und der A5 Hamburg/Frankfurt/Basel auf deutscher Seite her.
Finanziert wurde das Projekt zu 55,5% von Frankreich, zu 38,6% von Deutschland und zu 5,9% von der Europäischen Union. Die neue 457 m lange Brücke soll insbesondere die Europabrücke entlasten, über die bisher über ein Viertel des Grenzverkehrs zwischen dem Elsas und Baden-Württemberg abgewickelt wurde. Gleichzeitig dürften auch der Transitverkehr durch Straßburg und Kehl und die damit einhergehenden Störungen zukünftig weniger problematisch sein und die wirtschaftliche Aktivität der beiden Städte angekurbelt werden.
Benannt wurde die Brücke nach dem Elsässer Politiker Pierre Pflimlin (1907-2000), ehemaliger Ratspräsident, Europaabgeordneter und Bürgermeister von Straßburg. Sie bildet die achte Verbindung zwischen zwei Hauptverkehrachsen des Rheintals und ist damit ein wichtiges Element zum Ausbau des innereuropäischen Austauschs und der deutsch-französischen Freundschaft. Letztere drückte sich auch in der harmonischen Zusammenarbeit der deutschen und französischen Ingenieurteams aus, die mit einer wirklichen technologischen und methodologischen Bereicherung einherging.