Flammende Rose – Zierde der Erde: Die Arie von Georg Friedrich Händel bildet den Auftakt des Barockkonzerts, das zum Sommeranfang am 21. Juni die Rosenfestwochen in Sangerhausen einläutet. Höhepunkt in diesem Jahr ist der 105. Geburtstag des Sangerhäuser Europa-Rosariums am 3. Juli.
Vom Rosen-Shopping über Rosen-Workshops bis hin zu Konzerten mit bekannten Künstlern: Für beste Unterhaltung ist während der zwei „rosigen“ Wochen gesorgt. Vor der Kulisse eines blühenden und duftenden Rosenmeeres wird am 28. und 29. Juni ein buntes Programm mit Musik, Kleinkunst und vielen Überraschungen für alle Altersgruppen geboten. Mit dem Sangerhäuser Rosenball enden die Festwochen am 5. Juli.
© Rosenstadt Sangerhausen GmbHRosenkönigin als charmante Botschafterin
Glanzpunkt der Festlichkeiten ist die Sangerhäuser Rosenkönigin, die als Botschafterin ihrer Stadt mit dem weltgrößten Rosengarten eine wichtige Rolle spielt. Während ihrer zweijährigen Amtszeit vertritt sie die Rosenstadt Sangerhausen und das Europa-Rosarium bei gesellschaftlichen Anlässen in ganz Deutschland. Die derzeit amtierende Sangerhäuser Rosenkönigin ist Juliane I – die sich in ihrem Königreich selbstverständlich bestens auskennt.
Lebendiges, duftendes Museum
Startkapital des 1903 gegründeten Gartens waren 1.100 Rosensorten eines Amateur-Rosengärtners. Im Laufe von hundert Jahren erweiterten Fachleute diesen Schatz auf 8.300 Rosensorten und –arten und schufen somit die größte Sammlung der Welt. Das 125.000 Quadratmeter große Gelände zeigt Rosen aus allen Ländern der Welt und allen Epochen. Auch historische und vom Aussterben bedrohte Rosensorten werden hier liebevoll gepflegt. Ein Besuch des Rosengartens ist darum eine kleine Zeitreise: Wissenschaftler, Züchter und Rosenliebhaber sehen hier die Entwicklungsgeschichte der Rose von der Wildrose über das Altertum bis heute. Das Europa-Rosarium ist ein lebendiges Museum, das man sogar riechen kann.
Rosen aus Goethes Garten
Berühmt ist die einmalige Sammlung von Kletterrosen. Die 850 zu Pyramiden und Säulen gebundenen Kletterrosensorten verleihen dem Park alljährlich ab Juni ein prachtvolles Aussehen. Diese Fülle findet man in keinem anderen Rosengarten der Welt! Bis in den Spätherbst blühen die modernen Beet- und Strauchrosen. Rosenattraktionen, wie die „Schwarze Rose“, Moosrosen, die kleinsten Rosen der Welt oder Rosen aus Goethes Garten sind hier zu sehen.
130.000 Besucher und 30 Gärtner
Warum gibt es überhaupt so viele verschiedene Rosen? Zum einen weisen schon die Wildarten eine große Formenvielfalt auf, zum anderen wird die Rose so intensiv gezüchtet wie keine andere Blume. Solch eine Fülle braucht viel Pflege: Im Rosarium sind rund dreißig Gärtner im Einsatz. Ihre Mühe wird belohnt – jedes Jahr kommen 130.000 Besucher nach Sangerhausen, um den einzigartigen Rosengarten zu bewundern.