Gourmets, die auf dem Wanderweg in Savogno Hunger bekommen und sich kulinarisch nicht mit einer Pause auf der Berghütte begnügen wollen, erwartet ganz in der Nähe des Ausgangspunktes der Wanderung ein ausgezeichnetes Restaurant.
© Samuel CogliatiDas Restaurant Lanterna Verde in Villa di Chiavenna (ein Michelinstern und Mitglied von Jeunes Restaurateurs d’Europe) liegt nur 6 km von Borgonovo di Piuro entfernt, nah an der Grenze zur Schweiz.
Seit 1982 führen Andrea und Toni Tonola mit der Unterstützung ihrer Familien das Restaurant. Sie haben dieses allerdings nicht aus dem Nichts geschaffen, sondern vielmehr das Existierende im Laufe der Jahre in das verwandelt, was es heute ist.
Ezio, der Vater von Toni und Andrea hatte hier nach seiner Rückkehr aus Lothringen zunächst eine Forellenzucht eingerichtet und die Anlage dann um einen Kiosk bereichert, an dem er seine Fische auf Stein gebraten servierte. „Den gleichen Stein – wir nennen ihn piota – verwenden wir noch heute bei der Zubereitung unseres Fischs“, erklärt Toni stolz. Tatsächlich haben die Brüder Tonola einen Teil der Forellenzucht aufrechterhalten, um das ganze Jahr über Forellen servieren zu können. „Das Wasser hier ist immer kühl und rein. Es wäre wirklich zu schade gewesen, auf ein solches Erbe zu verzichten.“
© Samuel CogliatiDas Lanterna Verde (der Name stammt von der Laterne, die einst den Kiosk zierte) beschränkt sich nicht allein auf die Verwendung ausgezeichneter lokaler Produkte wie Steinpilze, Morchel, Zickleinfleisch, lokale Käsesorten (Bitto, Scimudin, Ricotta) und Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Gemüsegarten. In den 80er Jahren begann Andrea sein Können im Rahmen von Kursen zu verfeinern und seine Neugier hat sich bis heute nicht gelegt. „Wir waren sicher die ersten, die bestimmte Kochtechniken hier in dieser Region eingeführt haben“, erklärt der Koch. Heute greift man auch in der Küche des Lanterna Verde zum Siphon, zur Vakuumpumpe und zum Schockkühler.
Andrea hat eine echte Leidenschaft für Stopfleber entwickelt: Probieren Sie unbedingt seine Version im „Korb“ aus goldbraunen Kartoffeln. Vor allem aber lassen Sie sich auf keinen Fall die leckeren Forellen-Ravioli entgehen, genauso wenig wie den Zickleinbraten aus dem Specksteintopf. Auch die Desserts sind ebenso innovativ wie köstlich. Wir waren begeistert von der Crème brûlée mit Limette und einer Haube aus Lakritzschaum sowie von dem Millefeuille mit Mousse au Chocolat, Baiser und Himbeeren.
Was den Wein betrifft, können Sie sich ganz auf Toni verlassen. In seiner 20-jährigen Karriere als Sommelier hat er einen Keller mit über 500 verschiedenen Flaschen zusammengestellt, darunter sehr schöne alte Jahrgänge (besonders aus der Toskana) und angenehme Rotweine aus dem Veltlin.